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Oberlandesgericht Celle verhandelt über eine weitere Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied der „Hisbollah“

Prozessauftakt am 26. Januar: Angeklagter soll als Auslandsfunktionär für die „Hisbollah“ gearbeitet haben


Am Oberlandesgericht Celle beginnt ein weiteres Verfahren gegen ein mutmaßliches Mitglied der „Hisbollah“. Dem 51-jährigen Angeklagten wird die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Er soll sich unter anderem in der Öffentlichkeitsarbeit der „Hisbollah“ engagiert haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle wirft dem Angeklagten vor, sich spätestens im Sommer 2008 der „Hisbollah“ angeschlossen und Ausbildungskurse im Libanon besucht zu haben. Im Anschluss soll er bis 2019 als Auslandsfunktionär für die Vereinigung gearbeitet haben. Unter anderem habe er einflussreiche Positionen in einem Moscheeverein und einer Arabischschule in der Region Hannover bekleidet und hochrangigen „Hisbollah“-Mitgliedern regelmäßig über Veranstaltungen in den Vereinen berichtet. Im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit soll er zudem Berichte für die Website des „Hisbollah“-Senders „Al-Manar“ verfasst haben.

Nach internen Konflikten soll sich der Angeklagte von der „Hisbollah“ abgewandt haben.

Für den Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Der Angeklagte wurde Ende 2024 festgenommen. Der Haftbefehl wurde auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Der 5. Strafsenat (Staatsschutzsenat) des Oberlandesgerichts Celle hat mit Beschluss vom 28. August 2025 die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Celle zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.

Das Aktenzeichen des Verfahrens lautet 5 St 2/25.

Verhandlungstermine

Die Hauptverhandlung beginnt am

Montag, 26. Januar 2026, 10 Uhr

im Oberlandesgericht Celle, Saal H 94, Schloßplatz 2 - Eingang Kanzleistraße.

Weitere Verhandlungstermine:

Montag, 2. Februar 2026, 10 Uhr

Dienstag, 3. Februar 2026, 9 Uhr

Montag, 16. Februar 2026, 10 Uhr

Montag, 23. Februar 2026, 10 Uhr

Dienstag, 24 Februar 2026, 9 Uhr

Dienstag, 3. März 2026, 10 Uhr

Montag, 9. März 2026, 10 Uhr

Dienstag, 10. März 2026, 9 Uhr

Dienstag, 17. März 2026, 10 Uhr

Dienstag, 7. April 2026, 10 Uhr

Montag, 13. April 2026, 10 Uhr

Dienstag, 14. April 2026, 9 Uhr

Dienstag, 28. April 2026, 10 Uhr


Weitere Termine im Anschluss hat der Senat vorsorglich für jeden weiteren Dienstag anberaumt. Montags finden die Verhandlungen in Saal 94 (Eingang Kanzleistraße) und dienstags in Saal 50 (Eingang Schloßplatz) statt.

Über Terminsänderungen informieren wir Sie rechtzeitig auf dieser Seite.

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Ansprechpartnerin zu dieser Mitteilung:

Melanie Freiwald

- Pressesprecherin -

Tel.: 05141 206777



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Artikel-Informationen

erstellt am:
16.01.2026

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